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U-Wert Grenzwerte nach GEG (Gebäudeenergiegesetz)

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt fest, welche maximalen U-Werte Bauteile von Gebäuden einhalten müssen. Diese Grenzwerte sollen den Wärmeverlust von Gebäuden reduzieren und den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung senken.

Mit modernen Baustoffen die Grenzwerte spielend einhalten.

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Die GEG-Grenzwerte gelten vor allem, wenn Bauteile im Bestand erneuert oder saniert werden, zum Beispiel beim Austausch von Fenstern oder bei der Dämmung von Außenwänden.

U-Wert Grenzwerte laut Gebäudeenergiegesetz

Die folgenden Werte zeigen typische maximale U-Werte nach GEG für Wohngebäude.

Bauteilmaximaler U-Wert
Außenwand0,24 W/m²K
Dach / Dachschrägen0,20 W/m²K
oberste Geschossdecke0,24 W/m²K
Fenster und Fenstertüren1,3 W/m²K
Dachflächenfenster1,4 W/m²K
Außentüren1,8 W/m²K

Diese Werte dürfen bei einer Sanierung oder beim Austausch eines Bauteils in der Regel nicht überschritten werden.

Wann gelten die GEG-Grenzwerte?

Die U-Wert Anforderungen gelten insbesondere bei:

  • Erneuerung von Bauteilen (z. B. neue Fenster)

  • Dämmung von Außenwänden

  • Dachsanierungen

  • Sanierung der obersten Geschossdecke

Wenn mehr als etwa 10 % eines Bauteils verändert werden, müssen häufig die GEG-Anforderungen eingehalten werden.

U-Werte bei Neubauten

Bei Neubauten bewertet das Gebäudeenergiegesetz in der Regel die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes und nicht nur einzelne Bauteile.

Trotzdem erreichen moderne Neubauten meist deutlich bessere Werte als die Mindestanforderungen, zum Beispiel:

Bauteiltypischer U-Wert moderner Neubauten
Außenwand
Beispiel: Nanofassadendämmung (ab Januar 2026)

0,15 – 0,25 W/m²K 
→ 0,118 W/m²K

Dach
Beispiel: Nanofassadendämmung (ab Januar 2026)
0,10 – 0,20 W/m²K 
→ 0,118 W/m²K
Fenster
Beispiel: Vakuum Fenster (ab Juni 2026)

0,7 – 1,0 W/m²K
→ 0,45 W/m²K

Besonders energieeffiziente Gebäude wie Passivhäuser erreichen sogar U-Werte um 0,10 W/m²K.

Warum sind niedrige U-Werte wichtig?

Niedrige U-Werte bieten mehrere Vorteile:

  • geringerer Wärmeverlust

  • niedrigere Heizkosten

  • höherer Wohnkomfort

  • geringere CO₂-Emissionen

Eine gute Dämmung ist daher ein wichtiger Bestandteil der energieeffizienten Gebäudesanierung.

U-Wert berechnen

Der tatsächliche U-Wert eines Bauteils hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Materialien und deren Lambda-Werte

  • Dicke der Schichten

  • Aufbau der Konstruktion

Mit einem U-Wert Rechner kann der Wärmedurchgangskoeffizient für einen individuellen Wand- oder Dachaufbau berechnet werden.

Hier geht es zum U-Wert Rechner

Häufige Fragen zu GEG-U-Werten

Was passiert, wenn der U-Wert zu hoch ist?

Bei einer Sanierung müssen Bauteile in der Regel so ausgeführt werden, dass sie die GEG-Grenzwerte einhalten.

Sind niedrigere U-Werte erlaubt?

Ja. Die Grenzwerte sind Mindestanforderungen. Bessere Dämmwerte sind jederzeit möglich und oft sinnvoll.

Gelten die Grenzwerte für alle Gebäude?

Einige Ausnahmen gelten z. B. für Denkmalschutzgebäude oder bestimmte Bestandsgebäude.

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